Hier sind alle sonstigen Schulen zusammengefasst, die eine Ausbildung von Kindern im Primarbereich ermöglichen.
1. Privatschulen
Im Bereich der Primarstufe gibt es nur wenige private Schulen. Den größten Anteil haben die
konfessionellen Schulen. Auskünfte erteilen die Bistümer und Landeskirchen.
Neben den Privatschulen der Evangelischen Freikirchen und den Rudolf-Steiner-Schulen (Waldorfpädagogik), sind die Montessori-Schulen am weitesten
verbreitet.
In den neuen Bundesländern, Hessen, Baden-Württemberg und Bayern stehen diese
Schulen unter privater Trägerschaft. Erforderlich ist der Erwerb des Montessori-Diploms,
das oft auch noch berufsbegleitend erworben werden kann. Die Kosten belaufen sich auf ca.
1000 € inklusive Lehrmaterialien und Prüfungsgebühren. Die Lehrgangsdauer beträgt ungefähr 2 Jahre.
Entsprechende Kurse bieten zum Beispiel die Volkshochschulen an.
2. Schulen im Ausland
Die Flexiblen und Abenteuerlustigen unter euch haben eine reelle Chance, als Lehrer ins Ausland
zu gehen. Hierfür gibt es mehrere Möglichkeiten:
- Bundesprogrammlehrkraft kann auch jeder werden, der noch nicht im Landesschuldienst tätig ist!
Allerdings liegen die Zielländer hauptsächlich in Osteuropa, aber auch in Mittel- und Südamerika
und Afrika. Der Bewerbungszeitraum läuft vom 1. Oktober bis zum 31. Januar. Nähere Informationen
gibt es beim
Bundesverwaltungsamt-Zentrale für das Auslandsschulwesen.
- (Deutsche) Schulen im Ausland schreiben ihre Stellen unter anderem in der 'Zeit' aus oder melden
sie der Bundesagentur für Arbeit. Ein Blick in die Jobbörse kann sich also lohnen (s. meine Links).
- Fremdsprachenassistenten werden in verschiedenen Ländern Westeuropas angestellt. Es handelt sich
hierbei um ein Austauschjahr, das viele Fremdsprachenstudenten als Blockpraktikum nutzen.
Grundschullehrer werden nur in zweiter Wahl aufgenommen und müssen gute Kenntnisse in der
Sprache des Ziellandes vorweisen. Bewerbungsschluss ist immer der 1. Dezember für einen Austausch
im Folgejahr. Auskünfte erteilt der Pädagogische Austauschdienst,
der auch an jeder Uni vertreten sein müsste.
3. Schule für Kranke
Größere Kliniken und Krankenhäuser unterhalten für Kinder, die mehrere Wochen oder Monate dem
Unterricht der Heimatschule fernbleiben müssen, eine eigene Schule. Es müssen jedoch nicht nur die
Fächer der Primarstufe, sondern möglichst auch die 'Hauptfächer' der weiterführenden Schulen
abgedeckt werden. Grundlegende Kenntnisse in Deutsch, Mathematik, Englisch und/oder Latein,
Französisch wären von Vorteil. Da sich vielfach psychisch oder schwer kranke Kinder in längerer stationärer
Behandlung befinden, sind eine gründliche Vorinformation und die Frage nach persönlichem
Belastungsvermögen sehr wichtig.
4. Kurheime für Kinder
Mutter-Kind-Kuren oder Kind-Kuren werden trotz gekürzter Mittel der Krankenkassen immer noch gewährt, d.h. das Kind selbst bekommt eine Kur verordnet oder begleitet die Mutter, die sonst keine Möglichkeit der Kinderbetreuung hätte. Das Unterrichten erfolgt in altersgemischten Lerngruppen (max. 15 Schüler) und orientiert sich
an den mitgebrachten Lehrbüchern der Kinder (oft aus unterschiedlichen Bundesländern!).
Der Schwerpunkt der Arbeit liegt in der Aufarbeitung des durch Krankheit verpassten
Lernstoffes oder in den parallel zur Heimatklasse zu erledigenden Aufgaben. Das Beschäftigungsgebiet liegt überwiegend an der Nordsee.
Im pädagogischen und sozialen Bereich, aber auch in anderen Berufsfeldern gibt es weitere Alternativen für Lehrer.